Wie Führungskräfte ihre Mitarbeitenden vergraulen – und zwar zu 100 %!
- Christine Lassel
- 1. Juli
- 2 Min. Lesezeit
Es gibt diesen Moment, in dem deine Motivation brennt, dein Herz für ein Projekt schlägt und du einfach alles gibst. Und dann gibt es die Momente, in denen genau dieses Feuer im System einer Firma erstickt wird.
Die besten Leute gehen nicht einfach so.

Sie werden vertrieben.
Hier sind die bitteren Wahrheiten, wie Unternehmen uns – die High Performerinnen, die Loyalen, die Macherinnen – endgültig verlieren.
Ein 5-Schritte-Anti-Leitfaden für schlechte Führung:
1. Die Belohnung für gute Arbeit ist... noch mehr Arbeit
Während andere geschont werden, lädt man immer noch mehr auf deine Schultern. Weil du es ja kannst. Weil du „zuverlässig“ bist. Aber irgendwann bricht auch die Stärkste von uns ein. Wenn Leistung mit Überlastung bestraft wird, leistet man nicht mehr, sondern geht.
2. Der Schlag ins Gesicht beim Blick aufs Gehalt
Wenn du merkst, dass deine Leistung und jahrelange Loyalität weniger wert sind als Verhandlungsgeschick beim Einstieg. Wenn der neue Kollege für weniger Verantwortung mehr verdient als du, fühlt sich das an wie purer Betrug. Nichts zerstört das Vertrauen schneller als das lähmende Gefühl, ausgenutzt zu werden.
3. Die Glorifizierung von Burnout
Wenn Überstunden wie Trophäen gefeiert werden, aber die tiefe Erschöpfung in deinen Augen komplett ignoriert wird. Wer die Energie seiner Leute dauerhaft aussaugt, darf sich über die Kündigung auf dem Schreibtisch nicht wundern. Wir sind schließlich keine Maschinen.
4. Die unsichtbare Wand bei der Karriere
Du reißt dir jahrelang den Allerwertesten auf, kennst den Laden in- und auswendig, und plötzlich wird dir ein Externer als „die perfekte Besetzung“ vor die Nase gesetzt. Genau in diesem Moment bricht etwas in dir. Es ist der Moment, in dem du innerlich kündigst.
5. Die Farce der „offenen Feedbackkultur“
Vom Personalwesen wird psychologische Sicherheit groß auf die Fahnen geschrieben, aber wenn du im Meeting einmal ehrlich widersprichst, wirst du kaltgestellt. Wenn Ehrlichkeit bestraft wird, verstummen die Menschen. Und niemand bleibt an einem Ort, an dem die eigene Stimme nichts wert ist.
Mein Fazit: Wir gehen nicht wegen des Jobs
Wir gehen fast wie wegen des Jobs an sich. Wir lieben unsere Arbeit. Wir gehen wegen Führungskräften, die uns die Energie rauben, statt uns zu stärken. Wir verlassen ein Umfeld, das Fleiß bestraft und Ignoranz belohnt.
Und das Traurigste daran? Viele Unternehmen merken erst, welches Herzstück sie verloren haben, wenn der Platz für immer leer bleibt. Und ganz ehrlich: Zurecht.
Als Coachin und Beraterin weiß ich: Gute Führung ist der Schlüssel, um genau diese wertvollen Menschen zu halten. Es braucht kein perfektes System, aber es braucht Führungskräfte, die hinschauen, zuhören und den Wert ihres Teams anerkennen.
Führst du noch oder vertreibst du schon – ganz unbewusst?
Hand aufs Herz: Als weibliche Führungskraft willst du es oft allen recht machen. Du investierst Energie in die „Sorgenkinder“ im Team, versuchst Konflikte harmonisch zu lösen und übersiehst dabei die, die leise im Hintergrund alles am Laufen halten: deine High Performerinnen. Bis deren Kündigung auf deinem Schreibtisch liegt.
Gute Führung braucht kein perfektes System. Es braucht den Mut zum offenen Gespräch, ein ehrliches Hinsehen und die Bereitschaft, dich selbst klarer abzugrenzen.
Genau dabei unterstütze ich dich. Lass uns gemeinsam hinschauen, bevor deine wahren Schätze gehen.
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